[Russland] Anarchist Misha Zhlobitsky führt Angriff auf die FSB- Regionaldirektion aus

Quelle: contra info

Am 31. Oktober 2018, gab es um 8:52 Lokalzeit in der Stadt Archangelsk am Eingang zum Empfangsraum der Regionaldirektion des FSB der Russischen Föderation in der Archangelsk Region eine Explosion. Der rebellische Anarchist Mikhail Vasilievich Globitski, im Telegram Chatraum als Valerian Panov bekannt, hatte sich selbst in die Luft gesprengt. Das ist der erste Fall seit 19 Jahren, der den FSB untergräbt – der vorherige Angriff wurde 1999 gegen das Empfangsbüro des FSB in Moskau durch die Organisation „Neue Revolutionäre Alternative“ ausgeübt. .

Mikhail Globitski ist in Folge der Selbst-Sprengung, die drei FSB Beamte unterschiedlich stark verletzte, gestorben. Er war 17 Jahre alt.

Wenige Minuten vor der Explosion, hat der Anarchist unter dem Spitznamen Valerian Panov, in der Chat-Gruppe eine Nachricht hinterlassen. Hier ist das, was er schrieb:

Gefährt*innen, im FSB Gebäude in Archangelsk wird es einen terroristischen Angriff geben, für den ich die Verantwortung übernehme. Die Gründe sind euch klar. Weil der FSB Fälle fälscht und Menschen foltert, habe ich entschieden, es zu tun. Mit größter Wahrscheinlichkeit, werde ich wegen der Explosion sterben, weil ich die Bombe direkt durch Drücken, des an der Bombenabdeckung angebrachten Knopfes, auslösen werde Deshalb bitte ich auch, die Information über den terroristischen Angriff weiterzugeben: wer ihn ausführte und die Gründe. Gut, das scheint alles zu sein. Ich wünsche, dass ihr unbeirrt und kompromisslos auf unser Ziel zugeht. Euch allen die strahlende Zukunft des Anarcho-Kommunismus!

Wir verneigen uns vor dem Heroismus unseres Gefährten. Wir sind ihm nicht persönlich begegnet, aber durch seine Kommunikation, hat er von sich den Eindruck hinterlassen, ein intelligenter und gut vorbereiteter Mensch zu sein, der nicht gleichgültig ist und über den Sumpf des offiziellen Oppositions-Kampfes (wie er heute Mainstram ist) hinausgehen will.

Es gibt keinen Zweifel, dass Mikhail, dem seine Motive unmissverständlich klar gewesen sind, absichtlich gehandelt und sich während der Aktion selbst geopfert hat. Es ist unmöglich die Geschichten unsere Gefähr*innen über die alptraumhafte Folter in den Gestapo-FSB-Kerkern zu lesen, ohne das es einem das Herz zerreißt und ohne überwältigt zu sein vom Durst nach Rache an den Sadist*innen in Uniform. Wenn ein Gefühl der Empörung und der Wunsch nach Gerechtigkeit den Geduldfaden reißen lassen, wenn der innere moralische Konflikt für einen ehrlichen Menschen unerträglich wird, dann tritt die Sorge um das eigene Wohlergehen hinter dem Entschluss zurück, die Schurken zur Rechenschaft zu ziehen. In der Vergangenheit taten das Anarchist*innen häufig, und stürzte sich mit Selbstmordanschlägen auf Tyran*innen oder Henker*innen.

Mikahill zeigt die Gelassenheit und Ausdauer eines wirklichen Revolutionärs. Wir sind zutiefst schockiert, voller Trauer aufgrund des heroischen Todes von Michael und zutiefst bestürzt, dass er für selbst jegliche Hoffnung verloren hat.

Wir akzeptieren Michael, wie er ist und drücken unser ganze Solidarität und Respekt für seine Handlung aus. Er lebt so, wie er es als richtig empfand und starb, wie ein Held, im Kampf für die Ideale von Freiheit und Gerechtigkeit.

(Смерть Федеральной Сходке Беспредельщиков!)

Lang lebe die Anarchie!

Ewige Erinnerung an Mikhail Zhlobitsky! Ruhe in Frieden, lieber Gefährte!

Quelle: Anarchy Today

 

Quelle: ABC Dresden

Am Mittwoch, den 31. Oktober gegen 9 Uhr morgengs zündete im FSB Gebäude von Archangelsk der 17 Jährige Anarchist Mikhail Globitski eine selbstgebaute Bombe. Bei dem Angriff wurde 3 FSB Offiziere verletzt, Mikhail Globitski starb durch die Detonation.

Kurz vor dem Angriff tauchte in einer offenen anarchistischen Telegramm Gruppe eine Nachricht auf:

„Comrades, es wird in diesem Moment einen Bombenangriff im FSB Gebäude von Archhangelsk geben. Ich übernehme die volle Verantwortung. Die Gründe sind uns Allen klar. Der FSB ist ausser Kontrolle – sie erfinden Straftaten und foltern Menschen foltern, deshalb habe ich beschlossen es zu tun. Da die Bombe durch einen Knopf aktiviert wird, den ich drücken muss, werde ich höchstwahrscheinlich sterben. Deshalb bitte ich euch diese Information zu verbreiten wer es getan hat und warum.

Es sieht so aus als wärs das. Ich wünsche euch Stärke und das ihr das Ziel ohne kompromisse erreicht. Eine strahlende anarchistisch-kommunistische Zukunft euch allen!“

Journalist*innenen und Menschenrechtsorganistationen hatten erst kürzlich daraus hingewiesen das der FSB eine Blankovollmacht zum foltern von Verdächtigen erhalten hat. Diese Schlussfolgerung wurde auf Grund der Ausagen von Dutzenden Folteropfern aus ganz Russland getroffen. Am bekantesten ist der „Netzwerk“ Fall, in dem die meisten Festgenommenen aussagen, dass sie durch die Anwendung von Elektroschocks, Drogen und physischer gewalt gefoltert wurden. Dieser Fall wird durch einen weiteren Skandal begleitet. Ein Video zeigt 17 Gefängniswärter die gemeinsam einen Gefangenen zusammenschlagen der an einen Tisch gefesselt ist.[1]

Mit all diesen Ereignissen ist es keine Überraschung, dass eine Angriff auf das FSB Gebäude stattgefunden hat. Einige Anarchist*innen weisen darauf hin, dass nach einem solchen Angriff eine neue Welle der Represion bevorsteht, da der russische Staat iner Tradition nachkommt Vergeltung zu üben.“

Es ist traurig, dass die politische Situation so krass ist, dass es Menschen zu solchen Taten bewegt. Und zugleich ist es beeindruckend so entschlossene Menschen zu sehen. Wir sind in Gedanken bei Familie, Freund*innen und Gefährt*innen.

1:https://www.youtube.com/watch?v=JpvoNp321Z4

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