[Belarus] der anarchistische Gefährte Mikita Yemelyanau ist zu sieben Jahren Haft verurteilt worden

Quelle: anarchistsworldwide, übersetzt von abc wien

Anmerkung von Anarchists Worldwide: Zusammen mit Mikita Yemelyanau wurde auch Ivan Komar verurteilt. Es sei darauf hingewiesen, dass Ivan Komar mit der Polizei zusammenarbeitete und gegen den Gefährten Mikita aussagte. Aus diesem Grund unterstützte das Anarchist Black Cross Belarus Ivan Komar nicht. Außerdem haben wir festgestellt, dass in verschiedenen Medienberichten über den Fall von Mikita mehrere Variationen seines Namens verwendet wurden, weshalb wir beschlossen haben, bei der von ABC Belarus verwendeten Version zu bleiben, da wir sie für die wahrscheinlichste halten.

Die belarussischen Anarchisten Mikita Yemelyanau und Ivan Komar sind am Mittwoch, 12. Februar 2020, zu je sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der Prozess begann am 6. Februar vor dem Bezirksgericht Savetski in Minsk. Am 11. Februar beantragte der Staatsanwalt Ihar Seneu, sie zu sieben Jahren Haft in einer Strafkolonie mittlerer Sicherheit zu verurteilen. Bei der heutigen Urteilsverkündung ist Richter Aljaksandr Jakunchychin dem Standpunkt der Anklage gefolgt.

Die beiden 19-Jährigen wurden am 20. Oktober festgenommen. Nach Angaben der Ermittler hätten die Männer im September das Gebäude des Minsker Stadtgerichts mit Farbbeuteln beworfen; einen Monat später soll das das Duo einen Molotow-Cocktail in die Haftanstalt in der Valadarski-Straße geworfen haben. Auf diese Weise sollen sie ihre Solidarität mit Dmitrij Polienko, einem weiteren Aktivisten der anarchistischen Bewegung, der im Herbst 2019 vor Gericht stand, zum Ausdruck bringen wollen.

Yemelyanau und Komar wurden nach Art. 341 des Strafgesetzbuches („Schändung von Gebäuden und Zerstörung von Eigentum;), Art. 295.3 („unrechtmäßige Handlungen mit brennbaren Materialien“) und Art. 344 („vorsätzliche Beschädigung von historischen und kulturellen Werten“) verurteilt.

Vor Gericht bekannte sich Komar nicht zu den oben genannten Anklagepunkten, Yemelyanau gab eine Teilschuld zu. Ivan Komar behauptet auch, dass die Gesetzeshüter während der Untersuchung Druck auf ihn ausgeübt haben.

-->